Danias Garten

Vom Pflanzen, Nähren, Blühen und Ernten…

Die Freude ist überall January 16, 2019

Filed under: Balance,Familie,Gartengeschichten — daniakoenig @ 2:35 pm

 

An einem grauen Tag vor Weihnachten kam mein Mittlerer sehr niedergeschlagen aus der Schule. Eine Freundschaft war zerbrochen, ein Lehrer war ungerecht gewesen, es regnete in Strömen, gab eine Menge Hausaufgaben, und der kleine Bruder war nachmittags verabredet, F. selbst aber nicht.

“Heute ist der schlimmste Tag meines Lebens”, seufzte F., und ich glaube, er glaubte das wirklich.

Der Tag ging auch nicht sonderlich gut für ihn weiter, die Stimmung hielt an, und bis zum Abend musste ich mehrmals Tränen trocknen und trösten.

Am Abend saß die ganze Familie um den Tisch, wir aßen, redeten, lachten ein bisschen, stritten ein bisschen, besprachen den nächsten Tag, alles war wie immer, als plötzlich F.’s glockenhelle Stimme uns unterbrach: 

“Frohe Weihnacht!”, sang er, “Merry Christmas! Seht die Lichter ohne Zahl! 

Frohe Weihnacht! Merry Christmas! Ja, die Freude ist überall!” 

Alle drei Strophen dieses Weihnachtsliedes, das die dritte Klasse dieses Jahr neu gelernt hatte, sang er, ohne zu zögern, ohne zu unterbrechen. Der Rest der Familie hörte andächtig zu, wir spürten irgendwie alle, das hier etwas Besonderes geschah.

Als F. geendet hatte, applaudierten wir alle, F. strahlte von einem Ohr zum anderen. 

Er ging an diesem “schlimmsten Tag seines Lebens” glücklich und zufrieden ins Bett.

Mir ist diese Szene im Gedächtnis geblieben. 

Ich erinnere mich jedes Mal daran, wenn ich nach einem besonders harten Tag erschöpft ins Bett falle. 

Dann denke ich an mein Kind, das mit seinem Singen den Schmerz vertrieben hat.

Wenn wir doch alle unsere Tage so beschließen könnten:

einfach drauflos singen, vielleicht auch mit zitternden Stimmen, dem Tag zum Trotz.

Weil wir wissen, dass die Last weggesungen werden kann.

Mit einem Lied vom Licht, das die Dunkelheit durchbricht.

Einem Lied von der Freude, die überall ist.

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Neujahr January 2, 2019

Filed under: Balance,Familie,Gartengeschichten — daniakoenig @ 4:15 pm

Das neue Jahr liegt vor mir. 365 ungelebte Tage, unbeschriebene Tagebuchseiten, unendlich viele Momente, von denen ich jetzt noch nichts weiß. Wie frische saubere Wäsche liegt das Jahr vor mir, duftend und weich.

Bald wird es Flecken haben, ist ja klar. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sämtliche guten Vorsätze für das neue Jahr alt werden. Nach Tagen, Wochen, spätestens Monaten ist doch meistens alles wieder beim alten.  Die Liste der Dinge, die ich dieses Jahr schaffen will, ist utopisch: ich will eine aufmerksamere Mutter sein, das Bad renovieren, ein Buch schreiben, mehr Sport machen, ein neues Bühnenprogramm auf die Beine stellen, zwei Produktionen beenden, gesünder essen, mehr Freunde treffen, unseren Keller entrümpeln, mehr Bücher lesen, weniger Kaffee trinken, öfter Date-Night mit meinem Mann haben, mehr in die Natur gehen, mehr Kreativ-Projekte mit den Kindern machen, mehr Zeit mit jedem meiner Kinder einzeln verbringen, seltener gestresst sein.

Ha! Schon beim Aufschreiben dieser Vorsätze wird mir flau im Magen, ich fühle mich überfordert und spüre, dass ich mich hier unweigerlich selbst sabotiere und zum Scheitern verurteile. Durch das Auflisten dieser Pläne entsteht ein Vakuum, am liebsten hätte ich eine Instant-Transformation, einen schnelle-Änderung-Zauberspruch! Aber da ist das ja noch dieses Ding… man nennt es Leben… und das geht seine eigenen Wege. Und meine Pläne rücken in den Hintergrund – die frische Wäsche fällt in den grauen Januar-Matsch.

Und doch: dieses Jahr habe ich wieder neuen Mut! Denn eines ist mir inzwischen klargeworden: wir können uns nicht neu erfinden, wir müssen uns nicht ein Leben erarbeiten, das wir nicht haben. Sicher: wir dürfen träumen, planen, wir dürfen uns ändern, wo es nötig ist! Aber vor allem steht: wir dürfen das Leben, das wir haben, lieben! Dürfen uns, so wie wir sind, auch einfach mal mögen. Wenn ich genauer darüber nachdenke, möchte ich gar nicht so viel verändern, sondern eigentlich viel mehr zufrieden sein mit dem, was ich habe und bin.

Durchatmen und “ja” sagen können zu meinem Alltag, anstatt mich in die Ferien zu wünschen.

“Fragen Sie sich ein paar Mal am Tag, wie Sie sich fühlen,” las ich neulich in einem Magazin, und der zweite Teil des Zitats brachte mich zum Weinen: “und dann hören Sie sich freundlich zu.”

Ja, wir wissen um unsere Gefühle. Aber wie oft verurteilen wir uns ihretwegen. Wollen sie wegwischen, weil wir nicht schwach erscheinen wollen, nicht mal vor uns selbst. “Stell dich nicht so an”, sagen wir zu uns selbst. Wie oft verdrängen wir, wie wir uns wirklich fühlen, haben sogar Angst vor dem, was uns unsere Gefühle sagen. Dabei wäre doch genau das der erste Schritt: sich seiner selbst bewusst zu werden. Und sich freundlich zu gestatten, das zu fühlen, was da ist, das zu sein, was wir sind, hinzusehen, hinzuhören, wahrzunehmen, es zuzulassen.

Das ist der Moment, in dem wir ein Gefühl dafür bekommen könnten, was “Frieden” ist: das Akzeptieren des Wetters im Auge des Sturms. Es nicht ändern zu wollen, uns nicht zu verstecken und dann deswegen schlecht zu fühlen. Sondern hinsehen, durchatmen, freundlich zu uns sein.

Ich habe nach wie vor viele Pläne. Das ist ja auch gut so. Aber das Wichtigste für mich wird dieses Jahr sein, mir selbst freundlich zuzuhören. Meine Grenzen wahrzunehmen und zu achten. Mein Herz sprechen zu lassen. Meiner Intuition zu trauen. Meine Gefühle zu akzeptieren. Mich nicht kleinzureden, zu verurteilen, zum Anders- oder Bessersein zwingen.

Dieses Jahr gibt mir 365 Mal einen neuen Morgen, einen frischen Start. Aber auch 365 Mal einen Mittag, um ein großes Glas Wasser zu trinken und tief durchzuatmen. Und 365 Mal einen Abend, um den Tag zurückzugeben, mir auf die Schulter zu klopfen oder mir zu vergeben, mir freundlich zuzuhören und mich fallenzulassen.

365 Tage, um mich zu lieben, auch mit Grasflecken an den Knien, schmutzigen Händen, verschmierter Schminke, Staub in den Haaren und Schokolade am Hemdkragen.

 

Äquinoktium September 29, 2016

 

Mein Geburtstag ist im Herbst. Meistens ist es gerade der Abschied des Sommers, wenn die Nächte wieder kalt sind, die Tage sich aber oft noch aufwärmen und aufbäumen, und den Sommer nicht gehen lassen wollen.  Für eine kurze Zeit begegnen sich Tag und Nacht auf Augenhöhe.

Ich liebe diese Jahreszeit.  Schon seit der Grundschule ist dies mein Lieblingsgedicht:

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

Den blauen Himmel unverstellt,

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

 

Ich liebe es, weil es meiner Meinung nach genau das ausdrückt:

dieses Zwischen-den-Welten-Sein, zwischen Sommer und Herbst, Tag und Nacht, Nord und Süd, warm und kalt.

Es fließt.

Golden.

Es summt und brummt, blüht und wächst nicht mehr leichtfertig, sondern alles weiß, dass die höchste Zeit vorbei ist.

Und verschwendet sich nicht minder.

Im Gegenteil:

Mein Garten blüht in seinem letzten Leuchten auf, bevor die Blätter fallen und die Blüten verwelken. Er hat alles erreicht.

Man hat aber nicht den Eindruck von Verlust, oder von Scheitern, sondern man fühlt, dass genau das der wahre Grund des Seins ist:

das “sich Geben”.

Sich geben bis zum letzten bisschen Energie, zum letzten bisschen Farbe.

Wie ein Lächeln.

Wie Liebe.

Es ist nicht ein Weg-geben, sondern ein Hin-geben.

Der Gesang der Vögel, der Regen, der Sonnenschein, der Schnee, die Herbstblätter: nicht weggegeben, sondern hingegeben, in die Welt, in unsere Ohren und Augen und Herzen, unverstellt, als vollständige Wahrheit.

Und ich kann diesen Sommer nicht aufgeben, ohne mich selbst zu geben, hinzugeben, in das Leben zu geben, mit Haut und Haar.

Diese Schönheit im sich-Hingeben ist das Loblied auf meinen Lippen im Herbst.

 

 

 

 

 

Equinox

My birthday is in autumn. It’s usually right at the parting of summer, when the nights turn cold again, the days still warm up, though, rear up, not wanting to let summer go.

For a short time day and night meet at eye level.

I love this time of year.

Here’s my favorite poem, ever since I was in grade school:

 

September morning

 

The world’s adream in fog’s embrace,

Still slumber woods and meadows:

But soon, through the dissolving lace,

You’ll see the blue of endless space,

The milder grace of autumn’s face

Transcending golden shadows.

(Eduard Mörike)

 

 

I love it, because it talks about exactly that:

the being in between worlds, between summer and autumn, day and night, north and south, warm and cold. It’s all in a flow. Golden.

It doesn’t hum and buzz, grow and bloom all carefree anymore, but everything knows that the highest peak has been climbed.

My garden releases its last radiance, before the leaves fall and the blossoms wither. It has been completed.

Still I don’t feel loss or failure, but I can tell this is the full reason for being: to give continually, to the last bit of energy or color.

Like a smile.

Like love.

The birdsong, the rain, the sunshine, the snow, the autumn leaves: not giving themselves away, but giving themselves into the world, into our eyes and ears and hearts, with no deception, the complete truth of being.

And I cannot give up this summer except by giving myself as well, give myself into life, fully and completely.

The beauty in giving is the praise on my lips in autumn.

 

Amaryllis November 20, 2015

Ich habe mir vor ein paar Tagen eine Amaryllis gekauft. Einen kleinen grünen Stumpf, eher gesagt, der einmal eine Amaryllis werden soll. Nach nur zwei Tagen war sie schon mächtig gewachsen – ein bisschen schief Richtung Fenster.
Schnell drehte ich den Topf, denn auch in der Anleitung stand ja: “Den Topf drehen, wenn sich die Pflanze zum Licht neigt.”
Wir hatten sie ja alle schon, die vergessenen Blumen, die so schief Richtung Fenster und Sonne gewachsen sind, dass sie ganz schwach und krumm waren. Und die man dann abstützen musste, damit ihre eigene Blüte nicht zu schwer wird und den Stiel abbricht.
Ich ruckelte also so am Topf, und freute mich, dass meine schöne Blume nun in die andere Richtung weiterwachsen würde, als mir plötzlich der Gedanke durch den Kopf schoss: “Das ist wie bei uns.”
Das ist wie bei uns. Wir wachsen zum Licht. 
Der Topf wird gedreht, und wir blicken in die Dunkelheit. In Abgründe, in Schmerzen, in Trauer, in Ängste.
Aber wir drehen uns wieder zum Licht. Schauen auf das Helle und neigen uns dorthin zurück.
Und weil wir immer wieder in Richtung Dunkelheit gedreht werden, und uns immer wieder zum Licht neigen, wachsen wir gerade.
Und werden dadurch stärker. Wie meine Amaryllis. Die schießt kerzengerade, stark und grün und wunderschön nach oben.
Und wenn sie einmal blüht, braucht sie keine gebastelten Stützen. Sie wird stark genug sein. Ihre Blüte in das Licht öffnen und mich mit ihrer Schönheit glücklich machen.
Und mich daran erinnern, das wir das alle auch können: Einander glücklich machen, mit dem, was wir sind.

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A few days ago I bought an amaryllis flower. A  little green stump, actually, which is supposed to grow into an amaryllis.
After two days only it had grown  quite a bit – a little lopsided, though, towards my window.
I turned the pot, as it said in the instructions that came with my flower: “Turn pot when plant leans towards light.”
We all know of these forgotten flowers that slope towards the window and the sunshine, all crooked.
You have to prop them up somehow so they don’t break when they bloom.
So I turned the pot of my plant, looking forward to seeing it grow up all nice and straight, when all of a sudden I couldn’t help thinking: “This is us.”
This is us. We grow towards the light.
The pot gets turned and we face darkness. We face the abyss, pain, grieve, fear.
But we turn back towards the light. Lean towards the brightness again.
And because we get turned towards darkness and always lean back towards light, we grow up straight.
And become stronger. Just like my amaryllis.
It is sprouting bolt upright, strong and green and beautiful.
And once it blooms, it won’t need propping up. It will be strong enough. It will open its petals and bring me joy with its beauty.
Reminding me that this is something we can do as well: bring each other joy. With what we are.

 

 

 

Look at me! March 6, 2015

This morning I realized something.
My 4 year old son called out: “Mama, look at me!” And he showed me how he could jump on one leg over the bathroom rug. Which didn’t go very well, but he kept trying and wanting to show me.

I remembered all the “Mama, look at!”s I have heard in my life so far, and deep inside me I started to understand where they come from:
More than anything else we want to be seen.
We want to feel connected to the people around us, we want them to see who we are, what we do.
It doesn’t get less when we get older.
It only becomes more painful.
Because we reach out to people that are NOT our Mom and Dad, who know us inside out, and who (hopefully) never stop answering when we show ourselfes.
Now we reach out to strangers. People that we give power over us, a power to decide whether we’re good or bad, beautiful or ugly, genius or only medium or completely useless.
And the worst part: they’re not even aware!
They might say something or not say what we wanted them to say, accidently, without thinking, and our world crumbles.
What a mess!
And it becomes more complicated, because after a while we edit what we show. We’re not only editing for facebook, we are editing for everyone in our life. Only showing the pretty face. With a lot of photoshopping before we put it out there. Keeping the fear and the vulnerability to ourselfes.
How do we expect to be seen, then?
And so we are lonely. We keep reaching out, but we’re never fully satisfied with what we get back. We shout: “Look at me!”, and we show our jumping over bathroom rugs, but maybe no one’s interested and we may never hear “well done!”
We sit down, exhausted, and wonder: why jump if nobody’s looking?

This is what I felt like this morning: Lonely. Exhausted. Wondering: why jump?
…when my 4 year old called out: “Mama, look!!!”
And I looked.
And I saw. And I answered. And I gave him what he needed.
Christian tradition teaches us that giving is more blessed than receiving.
Perhaps we have to learn this all over again, on many levels.
Maybe I have to look even deeper than before. Not ruminating over “who is seeing me? Who is praising me?” It is in our nature that we want to be seen, I know that.
But in times that we’re not seen or heard, it doesn’t mean that there’s nothing left for us to do. We can turn the whole thing around and open our eyes.
It doesn’t have to be about you. You want it to be. But maybe it’s more about what you see. What you look at. About who you see. And what answer you give to them.

So, today, I will turn around to every single “Look at me!!!”, and give.
Give my time, my attention. Mary Oliver writes: “Attention is the beginning of devotion.”
And devotion is a form of love.
And love is what it all comes down to anyway. Right?

And now, please excuse me, my sons want to show me how they ride their bikes…

Look at!

 

On housework and soul work… February 21, 2015

Ok. Don’t laugh at me.
But this morning I had a spiritual breakthrough while I was… umm… cleaning my house.
So, lately I have been reading books like Thich Nhat Hahn’s “Miracle Of Mindfulness”, or “One Thousand Gifts” by Ann Voskamp, and the like, and they have slowly changed my life. They’re basically about – to put it in one phrase – being in the moment, and being grateful for it.
It’s not always easy, especially when there’s real problems, real suffering in and around you, when you feel like nothing’s stable and … fair, for that matter.
But I have experienced that going back to that one very moment that you’re in anyway and realizing all that it… GIVES… changes even the worst moments.

But back to cleaning the house this morning: I had so much fun!
HA! You think I’m crazy!
I couldn’t believe it at first, but when I started working this morning ( – and wow, it really needed to be done – ), I found myself more and more aware of what I really did.
I realized that I am CHANGING things here. That I am taking something dirty and transform it into something clean.
Anne Lamott writes in “Stitches” (which I am currently reading): “Every time we choose the good action or response, the decent, the valuable, it builds, incrementally, to renewal, resurection, the place of newness, freedom, justice. The equation is: life, death, resurrection, hope.”
Funny, but all of a sudden my housework became a part of that.
And while I was scrubbing the floor I became so grateful. For the house we live in. For my 3 children, playing peacefully while I was working. For my ability to move my hands and arms. For my eyes and ears. For being able to realize the color of the beautiful wooden floor in the light of this sunny saturday morning. For running water in our house. For our heater. For soap. For all the beautiful things I am surrounded with. For the smell of “freshness”. For my kitchen, for the fact that I was able to arrange the furniture and decorate the house the way I wanted it. For the ability to make things pretty. And keep them pretty.
Ann Lamott (again) writes: “Beauty is meaning.”
Somehow this morning I was able to not only regard the art I make, the songs I write, the things I edit and only show to the world when I think “this is how it’s supposed to be” as “beautiful”, but also the way this house looked and felt while I got it cleaner and cleaner. The meaning the things that I was cleaning have to our family, our life.

Scrubbing toilets this morning was my service.
Vacuuming the floor was my prayer.
Wiping surfaces and washing dishes felt like making music.
And when I was done another thing occurred to me: the act of taking care of these things CONNECTED me to them in a whole new way.
I don’t think I have ever appreciated this house and all that’s in it more than today. And I feel a part of it. It happened because I was in the moment. But at the same time, my awareness KEPT me in the moment.

Ok. This does not mean that from now on cleaning will always be that much fun. I know, I am living my life in circles, constantly moving, leaving, and coming back to where I was before, deepening.
It does not mean that my joy about washing laundry this morning has any great or meaningful effect on anything or anyone.
But Mother Teresa said that none of us can do great things, but we can do small things with great love.
That’s what I did this morning. And I was grateful for it.
(And, by the way: the house looks really good now!) ;o)
***

clean

 

ON PUTTING ON YOUR SHOES (Ode to my 4 year old) July 1, 2014

I told you to put on your shoes.

You sat down at the doorway, overlooking the big yard.
The sunshine came in through the weeping willow and made little spots on the ground right before you. 
You looked at them. They changed. Why did they change? The wind moved the branches.
The wind was soft, though. It tickled your skin. It smelled like wet grass. It just had rained an hour ago. But there was also a smell of earth. And raspberries. 
The wind made funny noises with the leaves on the tree. You hummed along, looking at the leaves getting moved by the wind, floating, dancing on those long delicate branches. 
A bumblebee buzzed by. You knew it, it has its nest in the wall of our barn. You followed it with your eyes. On the roof of the barn two little birds were sitting. They talked to each other. More birds talked back. The two little birds took off and flew over the roof to meet their friends in the garden.
The lush brown color of the barn against the blue sky. White clouds. Black and red bricks. Green trees. 
Your soccer ball. The swing moving in the wind. 
A little spider tried to crawl under the doormat. You followed it with your finger. You softly blew at it. It stopped moving. Then it continued its travel. You blew again, it stopped again. You smiled. You moved a little over to let it walk past your feet. 
Then you looked up again, held your nose in the breeze, blinked against the sunshine. 
Perfect peace.
Your shoes were standing next to you.
 
I had told you to put on your shoes.
I had done that many times before, then I’d walked away, only to come back 5 minutes later and see you sitting there, with your shoes still next to you, and getting mad at you for not doing what I told you to. 
 
This time I saw what you saw. I smelled what you smelled, I realized what you realized.
The world is one amazing place for our eyes and skins and ears and noses. Our hearts. Our souls.

YOU are the one with the perfect focus.
Keep teaching me, son, please, and don’t ever give up on me and my grown up ways. 
I am still learning.
 

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